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04.10.2016 08:39

Die Anwesenheit von zwei Wölfen im Kanton Freiburg hat sich bestätigt

Nachdem Anfang Sommer im Kanton Bern ein neuer Wolf identifiziert worden war, hat das Amt für Wald, Wild und Fischerei die Beobachtungen intensiviert, um über möglichst viele Informationen zu verfügen. Mitte September wurden zwei Wölfe mittels Fotofallen identifiziert. Die Untersuchungen zur Identität und zur Raumnutzung der beiden Tiere werden nun verstärkt.

Anfang Sommer 2016 wurde im Kanton Bern (Boltigen) ein zweiter Wolf genetisch identifiziert. Diese Region war bereits von der Wölfin F13 besiedelt, dem einzigen Wolf, der dieses Jahr im Kanton Freiburg identifiziert worden war. Seit Mai 2014 besetzt diese Wölfin ein Revier zwischen dem Kanton Freiburg (Voralpen) und dem Kanton Bern (Alpen).

Seit die genetischen Resultate zum zweiten Wolf vorliegen, hat das Amt für Wald, Wild und Fischerei (WaldA) seine Beobachtungen verstärkt, um über möglichst viele Informationen zu verfügen. Dazu wurden an Passagen, an denen die Wildtiere zwingend vorbeikommen, und an strategischen Punkten mehrere Fotofallen eingerichtet. Mitte September 2016 gelangen so zwei Fotos von zwei verschiedenen Wölfen, die hintereinander gehen. Es handelt sich um zwei erwachsene Individuen. Die Indizien sprechen für ein Wolfspaar (ein männliches und ein weibliches Tier). Bevor die beiden Wölfe jedoch als Paar betrachtet werden können, müssen sie während mindestens zwölf Monaten zusammenbleiben und gemeinsam jagen und wandern, wie es in Anhang 4 des Konzepts Wolf Schweiz 2016 heisst.

Die Untersuchungen des WaldA erfolgen in Zusammenarbeit mit KORA (Koordinierte Forschungsprojekte zur Erhaltung und zum Management der Raubtiere in der Schweiz). Sie beschränken sich nicht auf die Verwendung mehrerer Fotofallen, es werden auch möglichst viele Indizien gesammelt (Kot, Prädation usw.), um genetische Analysen vorzunehmen. Zudem werden automatische Ton-Aufnahmegeräte installiert. Dank der gesammelten Elemente lassen sich weitere Rückschlüsse zu den beiden Einzeltieren ziehen, zu ihrer räumlichen Verbreitung und insbesondere darüber, ob sie gemeinsam wandern.

Medienmitteilung Kanton Fribourg, 30.09.2016 Link