< vorheriger Artikel
27.01.2016 12:12

Marc Chardonnens wird neuer Direktor des Bundesamts für Umwelt

Der Bundesrat hat an seiner heutigen Sitzung Marc Chardonnens zum neuen Direktor des Bundesamts für Umwelt ernannt. Der 55-jährige Agraringenieur ist seit 2004 Leiter des Amtes für Umwelt des Kantons Fribourg. Er übernimmt die Nachfolge von Bruno Oberle, der eine Professur an der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Lausanne angetreten hat.

Marc Chardonnens ist diplomierter Agraringenieur der ETH Zürich und erwarb sich zudem in einem Nachdiplom-Studium am Institut des Hautes Etudes en Administration Publique der Universität Lausanne den Titel eines Master of Public Administration. Vor seiner heutigen Tätigkeit als Leiter des Amtes für Umwelt in der Raumplanungs-, Umwelt- und Baudirektion des Kantons Fribourg arbeitete er zwischen 1987 und 1995 im damaligen Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft als wissenschaftlicher Mitarbeiter und anschliessend als Leiter der Sektion Siedlungsabfälle/Abfallanlage.

Mit Marc Chardonnens hat der Bundesrat eine profilierte und erfahrene Persönlichkeit ernannt. Im Rahmen seiner heutigen Funktion hat er anspruchsvolle Projekte geleitet. Daneben engagierte er sich auf interkantonaler Ebene mit verschiedenen Mandaten im Bereich des Umweltschutzes und der Abfallbewirtschaftung. Durch diese Tätigkeiten kennt er die politischen Prozesse, die Bundes- und Kantonsverwaltung sowie die wirtschaftlichen und ökologischen Gegebenheiten in der Schweiz.

Zu den zentralen Aufgaben des neuen Direktors gehört die Weiterentwicklung der auf nachhaltige Ressourcennutzung ausgerichteten Schweizer Umweltpolitik. So gilt es etwa, das Pariser Klimaschutzabkommen und Massnahmen zur Bewahrung der Biodiversität umzusetzen.

Marc Chardonnens wird seine neue Funktion am 11. April 2016 antreten. Bis dahin wird das Bundesamt für Umwelt von der stellvertretenden Direktorin Christine Hofmann interimistisch geleitet. Chardonnens übernimmt die Nachfolge von Bruno Oberle, der seit dem Jahreswechsel einen Lehrauftrag am Institute of Technology & Public Policy der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Lausanne ausübt. Der Bundesrat dankt ihm für seine langjährige und erfolgreiche Leitung des BAFU.