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Aus der Wildtierszene

Überwinternde Wasservögel in der Schweiz

Ergebnisse der Wasservogelzählungen 2016/2017

Zusammenfassung der Vogelwarte Sempach

Herbst und Winter 2016/17 zeichneten sich durch ausgeprägte Trockenheit aus. Besonders am Bodensee liess der daraus resultierende tiefe Wasserstand die Rekorde bei den Schwimmenten-Beständen purzeln. Einige Tage vor der Januar-Zählung ging die Temperatur zudem deutlich zurück, was zu einem Einflug nordischer Wintergäste führte. Im November 2016 war der Gesamtbestand der Wasservögel in der Schweiz (inklusive der ausländischen Teile von Genfer- und Bodensee) mit 458‘000 Individuen eher tief, im Januar 2017 lag er dann mit 531‘000 Individuen leicht über dem Mittel der letzten 10 Jahre. Auffällig waren in diesem Winter die hohen Bestände der Schwimmenten auf dem Bodensee, welche gleich reihenweise zu neuen gesamtschweizerischen Allzeithochs führten: Die Bestände von Schnatterente (16‘800 Ind., davon 11‘900 Bodensee), Krickente (12‘300 Ind., davon 9200 Bodensee), Pfeifente (4200 Ind., davon 2900 Bodensee), Löffelente (1730 Ind., davon 1330 Bodensee) und Spiessente (1620 Ind., davon 1500 Bodensee) waren rund doppelt so hoch wie in durchschnittlichen Jahren. Die Reiherente hingegen setzte den Negativtrend der Vorjahre ungebremst fort und verzeichnete im November 2016 mit rund 76‘000 Individuen einen neuen Tiefstwert.

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